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Eine Geschichte voller Poesie, lehrreich und berührend zugleich

ikarus2016Berlin, 7 Oct. 2016: das Puppentheaterstück “Das Höhlenkind” des Fliegenden Theaters in Kreuzberg erhielt gestern Abend den mit 5.000 Euro dotierten Berliner Kinder- und Jugendtheaterpreis IKARUS, der vom JugendKulturService vergeben wird. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Akademie der Künste hatten alle sieben nominierten Produktionen noch einmal die Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren und damit die Vielfalt und den hohen Qualitätsanspruch des hiesigen Kinder- und Jugendtheaters zu untermauern. Das Fliegende Theater erhielt zum zweiten Mal die begehrte Berliner Trophäe, nachdem es bereits bei der Premiere des IKARUS im Jahre 2002 erfolgreich war.

 Die ausgezeichnete Produktion “Das Höhlenkind” erzählt die Geschichte des achtjährigen Ard, der in der Urzeit seine Sippe durch ein Erdbeben verliert und sich auf eine abenteuerliche Suche nach einer neuen Heimat begeben muss. Armin Stapel, Preisstifter und Juror, wies in seiner Laudatio auf »eine Parallele zur Flüchtlingssituation, die wir gerade erleben « hin, die »uns aber nicht aufgedrängt« werde. Das Fliegende Theater schaffe »mit einfachen Mitteln ein ganzes Universum. Ein paar Kisten und Tücher, Hölzer und Pflanzen bilden die Grundlage, Licht und Projektion kommen hinzu. Das den Zuschauer in den Bann ziehende aber ist ein Gewebe aus Klängen, Tönen und Sprache, das Puppenspieler Rudolf Schmid mit wenigen Instrumenten erzeugt. Kurzum: Das Fliegende Theater erzählt mit staunenmachender Präzision eine Geschichte voller Poesie, lehrreich und berührend zugleich.«

Mit dem IKARUS-Preis setzt der JugendKulturService seit 2002 einmal jährlich ein Licht-Zeichen in die breite und qualitativ hochstehende Theaterlandschaft für ein junges Publikum in Berlin. Der IKARUS ehrt Inszenierungen, die für Kinder und Jugendliche den Theaterbesuch zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Nicht für reine Unterhaltung und die Verfolgung eines Mainstream steht der IKARUS, sondern für den Mut, etwas künstlerisch zu riskieren und sich an Außergewöhnliches heran zu wagen.

Picture by Kay Herschelmann

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